Glossar

AIDS
engl. Aquired Immunodeficiency Syndrome = erworbenes Immunmangel-Syndrom; Abwehrschwäche mit verschiedenen so genannten opportunistischen Infektionen, Hauttumoren u.ä.; als Erreger wurde das HIV = engl. Human Immunodeficiency Virus entdeckt


Antikörper
Werden zur Immunabwehr gebildet, sobald fremde Antigene in den Körper eindringen


Antiretrovirale Therapie (ART)
Eine Therapie zur Behandlung einer HIV-Infektion, die sich gegen Retroviren wie das HI-Virus richtet und deshalb als antiretroviral bezeichnet wird


Arzneimittelresistenz
Durch Veränderungen im Erbgut des HI-Virus, die bei seiner Vermehrung entstehen können, spricht das Virus nicht mehr auf die bisher eingenommen antiretroviralen Medikamente an. Es ist gegen diese Medikamente resistent geworden


CD4-Zellzahlbestimmung
Die CD4-Zellzahl gibt die Anzahl an Zellen des Immunsystems an, die als CD4-Zellen (T4-Lymphozyten oder Helferzellen) bezeichnet werden. Diese sind für ein funktionierendes Abwehrsystem wichtig und werden durch das HI-Virus befallen. Eine Blutuntersuchung, die die Anzahl der CD4-Zellen im Blut bestimmt, liefert wichtige Hinweise auf den allgemeinen Gesundheitszustand sowie das Fortschreiten der HIV-Infektion


Hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART)
Eine Kombination aus mehreren antiretroviralen Medikamenten, um das HI-Virus möglichst effizient an seiner Vermehrung zu hindern


Hepatitis
Leberentzündung; kann durch eine Vielzahl von Viren (A, B, C u.a.), Vergiftungen oder Autoimmunerkrankungen verursacht werden sowie aufgrund einer Entzündung der Gallenwege entstehen


Herpes
Sammelbegriff für Hautkrankheiten, die durch eine Anzahl meist zusammenhängender, schmerzender Bläschen mit flüssigem Inhalt gekennzeichent sind


HIV
engl. Human Immunodeficiency Virus (HI = menschliche Immunschwäche); Erreger von AIDS


Immunsystem
Ineinander greifende Abwehrmechanismen des menschlichen Körpers gegenüber Krankheitserregern, Gift- und Schadstoffen


Inhibitor
Stoffe, die eine Reaktion verhindern, hemmen oder verzögern


Kaposi-Sarkom
Das Kaposi-Sarkom (sprich: „Kaposchi“) ist eine vor allem im Zusammenhang mit AIDS auftretende Krebserkrankung der Haut und anderer Organe


Lymphozyten
Weiße Blutkörperchen; sie gehören zum Immunsystem und üben eine wesentliche Funktion bei der Überwindung akuter Infekte aus


Mutation
Punktuelle Veränderung der genetischen Information die zu Veränderung von Zellmaterial oder viralen Bestandteilen führt


Opportunistische Infektionen
Infektionen, die durch die Schwächung des körpereigenen Immunsystems entstehen. Dies kann bei HIV-Patienten mit sehr niedrigen CD4-Zellzahlen der Fall sein


Papilloma-Viren
Gruppe von Viren, die für die Entstehung von Hautwarzen, Fußsohlenwarzen, Feigwarzen im Bereich der Geschlechtsorgane und vermutlich auch von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Zur Zeit gibt es noch keine zuverlässige Therapie


Pneumocystis jirovecci -Pneumonie (PCP)
Erkrankung der Lungen, die durch den Schlauchpilz Pneumocystis jirovecci hervorgerufen wird


Prophylaxe
Unter einer Prophylaxe (griechisch „Schutz“, „Vorbeugung“) versteht man Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten


Resistenz
siehe Arzneimittelresistenz


Retroviren
Viren, die über die Eigenschaft verfügen, ihr RNA-Erbgut umzuwandeln und in die Zellkern-DNA der infizierten Wirtszelle einzuschleusen und dort über Jahre zu überdauern, bis der Vermehrungszyklus ausgelöst wird


Serologie
Lehre von den Eigenschaften des Blutserums, vor allem der immunologischen Eigenschaften


Soor
Sprosspilz, Hefe; kann als Soor die Schleimhäute im Mund, an den Genitalien und im After befallen. Bei schwachem Immunsystem, v.a bei AIDS, kann er sich auf die inneren Verdauungsorgane ausbreiten


Syphilis
Sexuell übertragbare, chronische Krankheit, die klinisch in drei Stadien verläuft. Bleibt sie unbehandelt, können im Spätstadium Organsysteme dauerhaft geschädigt werden. Der Erreger Treponema pallidum ist weltweit verbreitet


T4-Lymphozyten
Zellen, die Ihrem Körper helfen, sich gegen Infektionen und Erkrankungen zu wehren. Diese Zellen werden auch als CD4-Zellen bezeichnet und können von HIV befallen und zerstört werden


Tuberkulose
Durch Tuberkelbakterien hervorgerufene Infektionskrankheit; die Tuberkeln gelangen durch Tröpfcheninfektion in die Atemwege und verbreiten sich über die Lymph- und Blutbahnen; bevorzugte Stellen der Ansiedlung sind die Lungen


Viruslasttest
Ein Test, der die Menge des HI-Virus im Blut misst. Die Viruslast gibt die Effizienz der derzeit durchgeführten antiretroviralen Therapie an und kann bei der Beurteilung der Risiken, an neuen Infektionen zu erkranken, behilflich sein
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