Die Widerstandfähigkeit von Krankheitserregern oder Organismen gegen Einflüsse von außen wird als Resistenz bezeichnet. Eine so genannte virale Resistenz bezeichnet die Widerstandsfähigkeit eines Virus gegen Wirkstoffe von Medikamenten, die gegen das Virus gerichtet sind. Auch HI-Viren können Resistenzen gegen Arzneimittel entwickeln, die zur Behandlung der HIV-Infektion eingesetzt werden.
Eine solche Widerstandfähigkeit kommt dadurch zustande, dass sich bei der Vermehrung des Virus möglicherweise sein Erbgut verändert hat, es also zu einer Mutation des Virus gekommen ist.
Ein Resistenztest wird durchgeführt, um festzustellen, ob es bei dem HI-Virus zu solchen Mutationen gekommen ist und ob diese Mutationen die Aktivität eines oder mehrerer antiretroviraler Medikamente beeinflussen.
Zurzeit gibt es zwei verschiedene Arzneimittelresistenztests, den genoytypischen und den phänotypischen Resistenztest.
Resistenztest
Genotypischer Test
Beim genotypischen Test, der den „Bauplan der Virus“ untersucht wird eine Blutprobe auf das Vorhandensein von Mutationen des HI-Virus untersucht. Werden Mutationen nachgewiesen, werden diese mit bekannten Mutationen verglichen, die in anderen Fällen bereits eine Resistenz gegen antiretrovirale Medikamente verursacht haben. Die Ergebnisse liefern Anhaltspunkte, gegen welche antiretroviralen Medikamente das nachgewiesene HI-Virus am wenigsten resistent ist.
Phänotypischer Test
Der phänotypische Test sucht nicht nach spezifischen Mutationen, sondern beurteilt die Fähigkeit des HI-Virus, sich unter Laborbedingungen in Gegenwart antiretroviraler Medikamente zu vermehren – also die Funktion des Virus.
Das Virus wird dabei mit verschiedenen Mengen jedes antiretroviralen Medikaments behandelt. Anschließend kann die Menge an Arzneistoffen ermittelt werden, die erforderlich ist, um das Virus an seiner Vermehrung zu hindern.
Der Vorteil des phänotypischen Tests liegt darin, dass genau festgestellt werden kann, gegen welche Medikamente das HI-Virus resistent ist. Außerdem werden keine Kenntnisse über die verschiedenen HIV-Mutationen benötigt.
Das Virus wird dabei mit verschiedenen Mengen jedes antiretroviralen Medikaments behandelt. Anschließend kann die Menge an Arzneistoffen ermittelt werden, die erforderlich ist, um das Virus an seiner Vermehrung zu hindern.
Der Vorteil des phänotypischen Tests liegt darin, dass genau festgestellt werden kann, gegen welche Medikamente das HI-Virus resistent ist. Außerdem werden keine Kenntnisse über die verschiedenen HIV-Mutationen benötigt.

