Vor jedem Test auf HIV-Antikörper im Blut muss vom Arzt Ihre persönliche Einwilligung eingeholt werden, denn ein HIV-Test ist grundsätzlich zustimmungspflichtig.
Dazu gehört eine umfassende Beratung vor und nach dem Test. Auch ein negatives Testergebnis sollte Anlass zu einer Beratung geben, um weitere Risikosituationen zu minimieren.
Testberatung
Beratung vor dem Test
Ihr Arzt sollte sich für Sie und Ihre Bedürfnisse Zeit nehmen und Sie im Idealfall auf folgende Punkte hinweisen:
- Wollen Sie als Patient diesen Test wirklich selbst?
- Gab es riskante Situationen?
- Antikörper sind in der Regel erst nach 6 - 12 Wochen zuverlässig nachweisbar.
- Psychologische Unterstützungsmöglichkeiten sind wichtig und Sie sollten z.B. die Möglichkeit erhalten, das Testergebnis zusammen mit einer Begleitperson abzuholen.
Beratung bei HIV-negativem Testergebnis
Hinweise auf Safer-Sex-Regeln und HIV/AIDS-Aufklärung sollen Ihnen helfen, das Risiko für eine HIV-Infektion auch weiterhin so niedrig wie möglich zu halten.
Beratung bei HIV-positivem Testergebnis
- Ein Mensch mit HIV ist keine „Virusschleuder“ – dennoch haben HIV-positive Patienten eine Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen.
- Wie sieht die derzeitige Lebenssituation aus, kann möglicherweise etwas verändert werden?
- Brauchen Sie als Patient Hilfe in Ihrer Situation? Wer kann Sie unterstützen? Mit wem können Sie über Ihre HIV-Infektion sprechen?
- Hinweise auf Beratungsstellen der AIDS-Hilfen.
- Bei Fragen zur Sexualität: Auch ein Mensch mit HIV hat sexuelle Bedürfnisse und das Recht auf Sexualität.
- Hinweise auf Safer-Sex-Regeln und HIV/AIDS-Aufklärung sind nun wichtiger denn je.

