Viruslastbestimmung

Der zweite wichtige Wert zur Bestimmung des Erkrankungsstadiums ist die Anzahl der vorhandenen Viren im Blut, die auch als Viruslast bezeichnet wird.

Der Test zeigt, wie stark sich HIV vermehren kann oder, wenn bereits eine Kombinationstherapie durchgeführt wird, wie gut man auf die derzeitige Behandlung anspricht und wie groß die Gefahr ist, dass die CD4-Zellzahl absinken wird.

Bei HIV-Infizierten kann die Viruslast bei über 1 Million Kopien/ml liegen, wobei eine hohe Viruslast in der Regel mit einer niedrigen CD4-Zellzahl einhergeht.

Wenn die Viruslast wiederholt sehr hoch ist und die CD4-Zellzahl dabei sehr schnell abfällt, wird der Arzt zu einer antiretroviralen Therapie raten. Ziel der Behandlung ist die Senkung der Viruslast bis zu dem Punkt, an dem sie nicht mehr nachweisbar ist. Diese Nachweisgrenze hängt vom verwendeten Test ab und liegt derzeit bei 40 - 50 Kopien/ml.
Ein Unterdrücken der Viruslast unter die Nachweisgrenze zeigt also einen Therapie-Erfolg an, bedeutet jedoch nicht, dass das Virus vollkommen aus dem Körper entfernt wurde.

Gelingt es durch die antiretrovirale Behandlung, die Viruslast zu senken, kann sich der Bestand an CD4-Zellen erholen. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt und die Gefahr von Begleiterkrankungen, die zu AIDS führen, verringert sich.

Auch die Viruslastbestimmung wird im Rahmen der Routineuntersuchung durchgeführt.

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