Stoffwechselstörungen werden am häufigsten unter einer Therapie mit Protease-Inhibitoren (PI) und geringer ausgeprägt mit Nicht-nukleosidalen Reverse Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI) beobachtet.
Am häufigsten sind Triglycerid-, LDL-Cholesterin-Erhöhung und HDL-Cholesterin-Absenkung, aber auch Insulinresistenz mit Blutzuckererhöhung oder Diabetes mellitus.
Während die nukleosidalen Reverse Transkriptase-Inhibitoren (NRTI) moderate Fetterhöhungen bewirken, werden ausgeprägtere Störungen bei einer proteinaseinhibitorhaltigen Therapie gesehen.
Insulinresistenz mit Blutzuckererhöhungen oder Diabetes mellitus treten bei knapp 10% der Patienten mit proteaseinhibitorhaltigen Therapien auf.
Deshalb sollten Blutfett- und Blutzuckerwerte vor und während der antiretroviralen Therapie regelmäßig untersucht werden.
Nebenwirkungen
Das Lipodystrophie-Syndrom
Das Lipodystrophie-Syndrom bei HIV-Infektion wurde nach Einführung der hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART) und dem Einsatz der Proteinase-Inhibitoren (PI) häufiger beobachtet. Bei dem Lipodystrophie-Syndrom muss zwischen der Fettabnahme (Lipoatrophie) und der Fettzunahme (Lipohypertrophie) unterschieden werden. Diese können jeweils einzeln oder kombiniert auftreten.
Die Lipohypertrophie wird nicht selten als erstes durch den Patienten wahrgenommen („die Hose passt nicht mehr“). Sie kann von zusätzlichen Beschwerden, wie z.B. Kopfschmerzen begleitet sein.
Die Lipoatrophie hingegen wird besonders an Armen und Beinen deutlich. Hervortretende Venen führen die Patienten nicht selten zum Arzt. Da die Lipoatrophie am häufigsten bei einer Therapie mit NRTI auftritt, wird eine NRTI-freie Therapie versucht.
Eine Rolle für das Auftreten der Lipodystrophie spielen sowohl die fortgeschrittene HIV-Infektion, die Dauer der antiretroviralen Therapie, Fettstoffwechselstörungen, niedrige CD4-Zellzahlen und das Alter des Patienten
Die Lipohypertrophie wird nicht selten als erstes durch den Patienten wahrgenommen („die Hose passt nicht mehr“). Sie kann von zusätzlichen Beschwerden, wie z.B. Kopfschmerzen begleitet sein.
Die Lipoatrophie hingegen wird besonders an Armen und Beinen deutlich. Hervortretende Venen führen die Patienten nicht selten zum Arzt. Da die Lipoatrophie am häufigsten bei einer Therapie mit NRTI auftritt, wird eine NRTI-freie Therapie versucht.
Eine Rolle für das Auftreten der Lipodystrophie spielen sowohl die fortgeschrittene HIV-Infektion, die Dauer der antiretroviralen Therapie, Fettstoffwechselstörungen, niedrige CD4-Zellzahlen und das Alter des Patienten

